LESEN/ ANALYSIEREN/ LAUTGEWINNUNG

Eine weitere Fähigkeit im Bereich des Lesenlernens besteht darin die Abfolge der einzelnen Laute eines gesprochenen Wortes erkennen bzw. benennen zu können. (vgl.1)

 

Das heißt, dass von einem Kind erwartet wird, zum Beispiel das gesprochene Wort „Oma“ (['o:ma]) in seine „Einzelteile“ zu zerlegen, eben in die Laute ['o:], [m] und [a]

Also:

['o:] [m] [a]

 

 

Im folgenden Schritt können dann mit den gewonnenen Lauten weitere (Fantasie)Lesewörter mit den entsprechenden Lauten gelesen werden.

 

Darüber hinaus können den gewonnenen Lauten die passenden Buchstaben zugeordnet (vgl. Laut-Buchstabenzuordnung) werden, also

dem ['o:] das O/o,

dem [m] das M/m,

dem [a] das A/a.

bzw. können die zugeordneten Buchstaben dann zu einem schriftlichen Wort zusammengesetzt werden: ’Oma’

 

 

In gewisser Weise kann dieser Vorgang, dieser Dreischritt, als das Gegenteil der (vgl.) Lautsynthese, des Zusammenziehens oder Zusammenschleifens einzelner Laute angesehen werden.

 

Beide Fähigkeiten (also das Analysieren und das Synthetisieren von Lauten) spielen im Prozess des Lesenlernens eine wichtige Rolle und sind inzwischen deshalb gewöhnlich gleichermaßen Bestandteil im aktuelle Anfangsunterricht von Schülerinnen und Schülern.

Folglich wird von einem Kind im Leselernprozess üblicherweise sowohl das Analysieren (Zerlegen) von Lauten als auch das Synthetisieren (Zusammenziehen) von Lauten gefordert, weshalb hinsichtlich Schul- und Lernschwierigkeiten einer Schülerin bzw. eines Schülers diese beiden Punkte stets gemeinsam bedacht werden sollten. (vgl. 1)

 

 

Wir haben uns dennoch dazu entschieden diese beiden Punkte an dieser Stelle getrennt zu benennen und anzubieten, in der Hoffnung Ihnen oben stehende konkretere, passgenauere Praxis- und Übungstipps an die Hand zu geben.

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Quellennachweis:

(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Schriftspracherwerb

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