SCHREIBEN UND LESEN/ DIE BASIS/ VORLÄUFERFERTIGKEITEN

Schwierigkeiten wie diese tauchen spätestens bei Schulanfänger*innen in den ersten Wochen nach dem Schulstart auf. Aufmerksame Erzieher*innen und Eltern kennen diese Besonderheiten (mit Ausnahme der Silbenbögen vielleicht) aber auch schon seit der Zeit im Kindergarten oder der Vorschule.

 

Diese für viele eher harmlos anmutenden Schwierigkeiten (Ist es jetzt wirklich so wichtig, ob auf den Reiz HOSE tatsächlich die Reaktion DOSE erfolgt?) stellen für das Erlernen des Lesens und Schreibens, also für den Schriftspracherwerb, eine nicht zu unterschätzende, im Gegenteil sehr ernst zu nehmende Hürde und Schwierigkeit dar.

 

Gelingt es einer Schülerin bzw. einem Schüler etwa keine einfachen Reimwörter zu bilden, so ist der Schritt vom Sprechen und Hören hin zum Lesen und Schreiben mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mit Schwierigkeiten behaftet.

Das Sprachgefühl des Kindes verlangt eine gezielte Förderung; einer für weitere Prozesse so notwendigen akustisch-phonetischen Differenzierung muss zukünftig verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt werden. (vgl. 1)

 

Gelingt es einer Schülerin bzw. einem Schüler beispielsweise nicht oder nur durch Raten Laute einem Buchstaben zuzuordnen (Ich höre ein [g], also schreibe ich ein G oder g.) – wie soll dann ein (eigenes) zu schreibendes Wort korrekt aufs Papier gebracht werden? (vgl. Laut-Buchstaben-Zuordnung)

 

Gelingt es einer Schülerin bzw. einem Schüler beispielshalber nicht oder nur in unzureichendem Umfang einem Wort die richtige Anzahl an Silbenbögen zuzuordnen (Telefon: Te-le-fon: drei Silben), so hat das Kind in der Regel keinerlei Möglichkeiten Grundregeln unserer Sprache (in diesem Fall: Jede Silbe hat genau einen Königsbuchstaben, also einen Selbstlaut/ Vokal, einen Umlaut oder einen Doppellaut/ Diphthong) beim Schreiben aktiv zu nutzen bzw. Geschriebenes anschließend zu überprüfen (beabsichtigtes Schreibwort: Telefon – tatsächliches Schreibprodukt: Telfon: drei Silben, nur zwei Königsbuchstaben, in der mittleren Silbe fehlt der Königsbuchstabe).

 

 

Für soeben beschriebene Schwierigkeiten von Schülerinnen und Schülern gibt es eine Vielzahl an lohnenswerten Ansätzen und gar Programmen. Mit regelmäßigem, möglichst täglichem Training von überschaubarem Umfang sind hier in der Regel rasche wie erfreuliche Ergebnisse zu erzielen.

Das Besondere an diesem Schul-/ Lernproblem besteht darin, dass eine Förderung oft nicht nur den Kindern, sondern auch den Lehrer*innen und Eltern Freude bereitet: Reime, Gedichte, Lieder, Abzählverse – das sind Dinge, an denen Jung und Alt gleichermaßen ihren Spaß haben.

 

 

Insofern nutzen Sie die Möglichkeiten spielerisch und mit Freude an der Basis zu arbeiten und greifen Sie auf oben stehende Anregungen und Praxistipps zurück.

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Quellenachweis:

(1) http://www.abc-der-tiere.de/silbenmethode/neues-aus-der-welt-der-silben/reime-helfen-beim-lesen-und-schreibenlernen/

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